23. Öffentliche Sitzung der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf

Donnerstag 20.09.2018 öffentliche Sitzung der BVV im BVV-Saal im Rathaus Charlottenburg

TOPs:

Einwohnerfrage: Julia Röseler „Bedarfsanalyse“

  1. Gibt es für die Durchwegung von der Rönnestraße bzw. der Ringbahnstraße bis zum Westkreuz eine Bedarfsanalyse?
  2. Wie hoch werden die Gesamtkosten für den Steuerzahler sein?
  3. Wie viele Bäume müssen dafür gefällt werden und wie viele Quadratmeter Fläche werden dadurch versiegelt?

Einwohnerfrage: Joachim Neu „B-Planentwurf 4-66 „

  1. Aus welcher Begründung heraus, sind -außer einer Planskizze mit unterlegten bisher bestehenden Kleingärten- keinerlei textliche Unterlagen (besonders das Gutachten von F/J/P als Ergebnis aus der Workshopreihe) beigefügt worden ?
  2. Welche Größenordnung hatte die Beteiligung der Einwohnerschaft, welche positive bzw. negative Grundorientierung der Einwender zum  B-Planentwurf sind eingebracht worden und wo werden die Ergebnisse für die Öffentlichkeit veröffentlicht werden ?
  3. Wo sind für den /die Bürger/in die aktuellen Vorstellungen des Bezirksamtes zur Entwicklung des Planungsgebietes einsehbar?,

CDU fragt das Bezirksamt:

  1. Welche Auswirkungen hat der Neubau der Rudolf-Wissel-Brücke auf das Umfeld, insbesondere die dort gelegenen Kleingärten?
  2. Inwiefern sind die Betroffenen in die Planung frühzeitig mit einbezogen worden und wie wurde die Neubauplanung kommuniziert?
  3. Welche Ersatzangebote oder Kompensationen sind gegebenenfalls geplant und wie unterstützt das Bezirksamt die Kleingärtner dabei?

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UrbanGarden im WestkreuzGarten

Am alten Brückenkopf beim Vereinshaus auf dem Gelände der „Bahnlandwirtschaft Charlottenburg“ soll ein Urban Gardening Projekt  entstehen. Die Fläche liegt derzeit brach und soll eines Tages der Zuwegung zum Westkreuz weichen, bis dahin gibt es eine „essbare Zwischennutzung“.

Das Grundstück und eine Anschubfinanzierung stehen zur Verfügung.

Jetzt fehlen noch die Gärtner*innen!      – Interesse ? –

Dann: Erstes Planungs- und Kennenlern-Treffen am Donnerstag, den 6.9.2018, 18.00 Uhr

Wo: Auf dem Gelände links vom Vereinsrestaurant in der Kolonie, Zugang Rönnestraße 29 – Kontakt: urban@WestkreuzGarten.de

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U P D A T E

Das erste Treffen hat erfolgreich stattgefunden – die Gruppe steht!

Für die nächsten Schritte geht es zügig voran:

Am Donnerstag den 13.09.2018 traffen wir uns im Vereinshaus

Wer möchte kann mit dem angehängten pdf schon mal den Garten planen

einfach die Beispielelemente auf die Fläche ziehen und per copy/paste vervielfachen

Bebauungsplan am Westkreuz

Was ist geplant?

Festsetzung von öffentlichen Grünflächen und Flächen zur Entwicklung von Natur und Landschaft auf den nicht mehr betriebsnotwendigen Bahnbetriebsflächen südöstlich vom S-Bahnhof Westkreuz.

Art der Beteiligung
Frühzeitige Beteiligung derÖffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB
Amtliche Bebauungsplannummer:
Bebauungsplan 4-66
Zeitraum der Beteiligung:
06.08.2018 – 07.09.2018

Sie haben nach § 3 Abs. 1 des Baugesetzbuchs (BauGB) die Möglichkeit, sich an der Planung zu beteiligen und nach Erläuterung der Ziele, Zwecke und Auswirkungen der Planung hierzu Stellungnahmen abzugeben. Das Anhörungsergebnis wird in die weitere Planung einfließen.

Hier geht es zur offiziellen Bürgerbeteiligung mit online Formular

„Die Stadt hat Hitzestress“

„Klimatologin über Stadtplanung

„Die Leute haben Hitzestress“

Wie wichtig sind Grasflächen?

Auch Wiesen sind wichtig. Der Effekt ist zwar nicht vergleichbar mit dem von Bäumen, aber Wiesen sind trotzdem besser als Asphalt. Doch: Werden Rasenflächen nicht bewässert, beeinflussen sie unser Stadtklima negativ. Denn bei trockenen Rasenflächen entsteht keine Verdunstungskälte. Sie können heißer werden als Asphalt. Auf dem Tempelhofer Feld, wo keine Bäume sind, ist vertrocknete Rasenfläche auf jeden Fall schlecht für unser Stadtklima.  …“

Ganzer Artikel

aus : taz 09.08.2018

Stellt sich die Frage: Wie gut kühlt ein schlecht gewässerter Stadtparkrasen, gegenüber einem gut unterhaltenen Garten…?

Tag der offenen WestkreuzGärten

Willkommen im WestkreuzGarten!

Wir Kleingärtner der Gärten am Westkreuz laden Sie herzlich ein, das grüne Paradies im Herzen Charlottenburgs kennenzulernen und mit uns zu teilen.

Es gibt viel zu entdecken: geschützte Flora und Fauna, städtischen Gemüseanbau, gelebte Gemeinschaft und ein einzigartiges Freiluftmuseum historischer und zeitgenössischer Eisenbahnflächen.

Damit dieses Idyll erhalten bleibt, engagieren wir uns als “WestkreuzGarten“ gegen die drohende Bebauung des Areals und für öffentliche Grünflächen in Gemeinschaft mit den Kleingärten – und mit Ihnen, unseren Nachbarn.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Übersichtsplan

Eingänge von Lietzensee:

Dernburgstraße 35  –  grünes Gartentor neben Garagenhof

Rönnestraße 29  –  grünes Tor in Ziegelmauer an S-Bahndamm

Eingang von Halensee

Heilbronner Straße 26a  –  hinter dem Supermarkt (Aldi)

1. AKTIONSTAG BERLIN MACHEN 2018 | WestkreuzGarten

Dass man hier willkommen ist, kann jetzt  jeder lesen und sehen: Hand in Hand haben wir am 8.06.18 den Eingang zum WestkreuzGarten an der Rönne gestaltet.
DANKE an die 10 großen und 2 kleinen Gärtner, die Blumen-  und die Bankspenderinnen!
Es wurde gegraben, gepflanzt, Holzstücke transportiert, gezeichnet und gemalt.
Es hat Spass gemacht und erfreut nicht nur uns. Bitte schön Giessen!
WIR MACHEN BERLIN!

Marita Eley | AK WestkreuzGarten |willkommen@westkreuzgarten.de |

Fotos: Jennifer Winkler, Marita Eley

2017: Position der Fraktionen zum Westkreuz

Thema des Monats Januar 2017

Westkreuz: Wohnungsbau oder Grün?

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat ein Änderungsverfahren zum Flächennutzungsplan (FNP) eingeleitet, mit dem die derzeitige Darstellung von gemischter Bau- und Bahnfläche in Grünfläche geändert werden soll.

Im Rahmen dieses Verfahrens soll als nächster Verfahrensschritt die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden sowie der Träger öffentlicher Belange erfolgen. Nach den dem Bezirksamt vorliegenden Informationen beabsichtigt die Deutsche Bahn AG jedoch, das Gelände zwischen Westkreuz und Holtzendorffstraße von Bahnbetriebszwecken freistellen zu lassen und dann zu veräußern.

Die Entwicklung stadt- und landschaftsplanerischer Nutzungskonzepte wird also im Wesentlichen davon abhängen, wie das Verfahren zur Änderung des FNP ausgeht und ob die Deutsche Bahn AG weiterhin an ihren Veräußerungsplänen festhält. Derzeit lässt das Bezirksamt in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ein Struktur-, Nutzungs- und Erschließungskonzept erarbeiten, dass voraussichtlich ab Februar 2017 öffentlich vorgestellt werden soll.

Ziel ist es, das FNP-Änderungsverfahren zugunsten einer Freiraumnutzung voranzutreiben und über ein Bebauungsplanverfahren die Rechtsgrundlage für eine weitere Entwicklung zu schaffen.

SPD-Fraktion

Eine klare Entscheidung für Grün. Initiiert durch einen Antrag der Grünen, den die SPD-Fraktion unterstützt hat. Wir wollen eine Grünfläche und eine Wegeanbindung von der Rönnestraße zum S-Bahnhof Westkreuz. Die Senatsverwaltung hat zwischenzeitlich dazu ein Änderungsverfahren zum Flächennutzungsplan eingeleitet, mit dem die derzeitige Darstellung von gemischter Bau- und Bahnfläche in Grünfläche geändert werden soll. Im Rahmen dieses Verfahrens ist als einer der nächsten Schritte die Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und der Träger öffentlicher Belange vorgesehen. Das alles geschieht im Spannungsfeld zwischen den Verkaufsinteressen der DB und dem Ausgang des Flächennutzungsverfahrens.
Wolfgang Tillinger

CDU-Fraktion

Bei den Planungen für eine Nutzung der Brache neben dem Bahnhof Westkreuz stehen für die CDU – Fraktion die Interessen der Anwohner und der Nutzer der angrenzenden Kleingartenkolonie im Vordergrund. Nur mit diesen gemeinsam wird es möglich sein, zu einem tragfähigen Konzept zu kommen. Wir begrüßen ausdrücklich die Überlegungen, diese bislang einer Müllhalde gleichende Fläche sinnvoll zu nutzen. Bei der Nutzungsart kommt es darauf an, eine Verträglichkeit mit der Umgebung herzustellen. Daher spricht vieles für die Überlegungen hier einen Park anzulegen. Die CDU-Fraktion spricht sich dafür aus, die weitere Diskussion anhand konkreter Planungsentwürfe zu führen, die bisher noch nicht vorliegen.
Christoph Brzezinski

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Die Stadt wächst und braucht Wohnungsbau. Verdichtet werden sollte aber nur dort, wo es Sinn macht. Und wir brauchen grünen Ausgleich. Die Brache am Westkreuz liegt mitten zwischen lärmbelasteten Bahntrassen, eine verkehrliche Erschließung ist kaum möglich. Zwangsläufig kann gar nicht anders als teuer gebaut werden – Investoren wollen dort Luxuswohnraum in Hochhäusern. Und für wenige bezahlbare Wohnungen sollen Kleingärten weichen. Das macht gar keinen Sinn! Wir Grünen möchten stattdessen am Westkreuz einen naturnahen Stadtpark entwickeln, der alle Kleingärten belässt und die wichtige Kaltluftschneise vom Grunewald in die City West erhält. Das Gleisdreieck hat’s vorgemacht!
Jenny Wieland

Fraktion DIE LINKE

Ja, wir brauchen Wohnraum. Dringend – auch im Bezirk, für untere und mittlere Einkommensgruppen. Mittelgroße Wohnungen für nicht mehr als 6 €/qm Kaltmiete. Die aktuellen Pläne sehen das nicht vor – nur wenige Sozialwohnungen sind vorgesehen, diese liegen aber getrennt von teuren Wohnhäusern und eingeklemmt zwischen Bahngleisen der Fernbahn und drei S-Bahnlinien – solche andauernd hohen Lärmbelastungen sind gefährlich für die Gesundheit der Bewohner*innen. Zudem fehlt nötige soziale Infrastruktur. Das Projekt ist ein Musterbeispiel für fehlgeleiteten Wohnungsbau. Wir setzen uns dafür ein am Standort einen Park zu errichten – und kämpfen weiter für günstige Mieten und bezahlbaren Wohnungsneubau.
Niklas Schenker

FDP-Fraktion

Unser Bezirk wächst. Jeder weiß es und sagt es: wir brauchen dringend neuen Wohnungsbau. Es sind sich aber auch alle einig: nicht jede Ecke, nicht jede Freifläche ist zu bebauen. Ein Widerspruch – so scheint es zumindest. Die Freien Demokraten meinen: das muss es nicht sein. Am Westkreuz gibt es die Chance, Wohnungsbau mit Augenmaß zu betreiben und gleichzeitig Grünflächen zu entwickeln. Eine neue schöne Grünfläche allein nützt grundsätzlich nur den Menschen, die bereits in unserem Bezirk leben. Durch dieses Bewahren vom Status quo blenden wir aber die Bevölkerungsentwicklung aus und verschließen uns vor Neuem. Unser Plan: 900 Wohnungen in einem grünen Umfeld. Nicht gegen- sondern miteinander.
Felix Recke

Quelle: https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/aktuelles/thema-des-monats/artikel.546584.php